«Die Energie muss intelligent werden»
Jascha Müller

Grenzenloses Wachstum

Sonntag, 27. November 2016 um 21:00
Eine gesunde Wirtschaft muss wachsen, das ist notwendig für ein gutes Funktionieren. Das wird an der HSG, aber auch von den meisten Wirtschaftsmodellen gepredigt. Die Realität sieht anders aus, unsere Welt in der sich die Wirtschaft einfaltet ist endlich, sie ist begrenzt.

Lange konnte das Wachstumsmodell so gelebt werden, da es noch viel Raum zum Erschliessen gab. Seit den 1960er Jahren müssen wir uns aber mit der Begrenztheit der Rohstoffe abfinden und und uns um Abfallberge kümmern.

Für die Wirtschaft bleibt aber Wachstum weiterhin das Zauberwort, das Bewusstsein der Begrenztheit fehlt den Wirtschaftskapitänen weitgehend. Heute wird die Illusion des Wachstums vor allem über die Staatsverschuldung aufrecht erhalten.

Wir müssen Wachstum neu überdenken.

Wachstum geschieht heute entweder durch effizientere Arbeitsmethoden und innovativeres Bearbeiten der Natur oder durch die Möglichkeit, dass sich das Geld selbstvermehrt. Diese beiden Bereiche wachsen unterschiedlich schnell. Dadurch werden jene die mit den Händen arbeiten immer ärmer und jene, die ihr Einkommen aus Geldgeschäfte erzielen, immer reicher.

Es ist nicht möglich das Wachstum, das auf Arbeit beruht, zu begrenzen. Also müssen wir das Wachstum des Geldes anpacken. Es ist folglich richtig, dass die Nationalbank Negativzinsen einführt. Das ist allemal besser als wenn Krieg, Zerstörung und Krisen für den Abbau verantwortlich wären.

Für eine gesunde Wirtschaft ist es nötig, ein mässiges Schrumpfen der gelagerten Geldwerte durch die Nationalbank zu ermöglichen. Heute stellen Banken eigenmächtig Geld (Buchgeld) her, dies muss unterbunden werden. Nur die Schweizerische Nationalbank soll Franken herstellen dürfen!

Ja zur Atomausstiegsinitiative

Dienstag, 1. November 2016 um 20:21
Was will die Initiative
Die Initiative fordert ein Betriebsverbot für AKW sowie eine maximale Laufzeit von 45 Jahren für bestehende Atommeiler. Mit einem vorgegebenen Zeitplan will sie den schrittweisen und geordneten Ausstieg aus der Atomenergie sicherstellen. Ein verbindliches Datum für den Atomausstieg soll Sicherheit für Investitionen in die erneuerbaren Energien und in Massnahmen für mehr Stromeffizienz schaffen.

Der Atomausstieg ist zwingend - je schneller je besser.

AKW's sind nicht sicher.
Wie sicher ist ein AKW wirklich? Meiner Meinung nach sehr unsicher. Wie sonst ist zu erklären, dass keine adäquate Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden kann? Wesshalb müssen laufend Sicherheitsverbesserungen eingebaut werden?

Die Sicherheit kann aber auch mittels Eintretenswahrscheinlichkeit und Schadenausmass eruiert werden.

Zuerst zur Eintretenswarscheinlichkeit.
Mindestens 10 grosse Atomkatastrophen ereigneten sich seit 1952, wir erinnern und meistens nur an die letzten Ereignisse (Tschernobyl und Fukushima). Heute sind weltweit 505 AKW in Betrieb oder in Bau. Die Eintretenswarscheinlichkeit einer Atomkatastrophe beträgt demnach 2% auf die Lebenszeit eines AKW. Wir in der Schweiz haben 5 AKW und sie sind schon viele Jahre in Betrieb.

Zum Schadensausmass.
Bei einem AKW-Störfall rechnet man mit einer Evakuierungszone von etwa 20 km Durchmesser. Man denke sich solchen einen Kreis um ein Schweizer AKW - was passiert wenn die Menschen dort evakuiert werden müssen? Je nach Wind ist das Gebiet massiv grösser. Betroffen könnte Bern sein, sicher betroffen sind grosse Verkehrswege des privaten und öffentlichen Verkehrs.

Wenn in der Matrix sowohl das Schadensausmass (X-Achse) als auch die Eintretenswarscheinlichkeit (Y-Achse) einen hohen Wert aufweist bedeutet das ein enormes Risiko. AKW sind nicht sicher. Desshalb JA zur Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)».

AKW Unfälle:
März 2011 - Fukushima, 3 AKW Unfälle, Japan
26.April 1986  Tschernobyl, Russland
September 1982  Tschernobyl, Russland
28. März 1979 - Three Mile Island, Vereinigte Staaten
26. Juli 1959 - Simi Valley, Kalifornien, Vereinigte Staaten
7. Oktober 1957  Windscale, Großbritannien
29. September 1957 - Kyschtym-Unfall, Russland
12. Dezember 1952  Chalk River, Kanada



Ja zur Abschaffung der Heiratsstrafe

Sonntag, 24. Januar 2016 um 22:53
Gott stiftete die verbindliche Gemeinschaft zwischen Mann und Frau, das steht so in unserem Parteiprogramm. Deshalb fördern wir Ehe und Familie und schützen familiäre Werte. Die Ehe zwischen Mann und Frau bildet den Kern der Familie. Sie soll gegenüber anderen Formen des Zusammenlebens privilegiert bleiben und geschützt werden.

Die Volksinitiative der CVP fordert, dass Ehepaare in Bezug auf Steuern und Sozialversicherungen gegenüber Konkubinatspaaren und Personen in anderen Lebensformen nicht benachteiligt werden dürfen. Sie definiert Ehe als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau und legt fest, dass Ehepartner auch in Zukunft gemeinsam besteuert werden müssen.

Heiratsstrafe endlich abschaffen:
In den über 30 Jahren seit dem Bundesgerichtsurteil von 1984 hat es das Parlament nicht geschafft, die Heiratsstrafe zu beseitigen. Die Kantone haben sich in den letzten Jahren bemüht, die Ehepaare steuerlich den Konkubinatspaaren gleichzustellen. Auf Bundesebene ist die Heiratsstrafe aber immer noch nicht beseitigt. 80000 Ehepaare bezahlen mehr Bundessteuern als sie als Konkubinatspaar bezahlen müssten. Das Stimmvolk kann sich jetzt dafür aussprechen, dass endlich etwas unternommen werden muss.

Umsetzung wird vereinfacht:
Die Initiative macht klar, dass Ehen als Wirtschaftsgemeinschaft anzusehen sind. Sie gibt damit dem Gesetzgeber einen klaren Rahmen, in welcher Richtung das Steuerrecht anzupassen sei, um die Heiratsstrafe abzuschaffen. In der Vergangenheit wurde die Lösungsfindung in diesem Bereich auch durch die Vielfalt an Lösungsansätzen erschwert.

Keine aufwändige Individualbesteuerung:
Die Initiative schliesst die Individualbesteuerung als Lösung des Heiratsstrafe-Problems aus. Das ist zu begrüssen, weil die Individualbesteuerung gewichtige Nachteile aufweist. Neben dem Mehraufwand für Ehepaare, die zukünftig zwei Steuererklärungen ausfüllen müssen, kommt die Variante auch den Bund teuer zu stehen (Mindereinnahmen vergleichbar dem Vollsplitting). Daneben entstünde für Kantone ein Verwaltungsmehraufwand von 30  50%. Die Kantone haben sich entsprechend auch gegen eine Individualbesteuerung ausgesprochen.

Ehe und Familie stärken:
Der im Initiativtext enthaltene Ehebegriff ist keine Neuheit. Er entspricht der gängigen Definition der Ehe in der Verfassung, der Rechtsprechung und der europäischen Menschenrechtskonvention. Es ist nur zu begrüssen, dass ein zukünftiger Versuch, diese Definition zu ändern, einer Verfassungsänderung bedürfte.

Situation im Kanton St.Gallen:
Im Gegensatz zur direkten Bundessteuer wo bereits recht früh die Heiratsstrafe zuschlägt, sind im Kanton St.Gallen, gemäss einer Studie der eidgenössische Steuerverwaltung, Verheiratete besser gestellt als Konkubinatspaare.


Dschihadistisch motivierter Terrorismus im Kanton St.Gallen?

Montag, 30. November 2015 um 06:28
Die Bedrohung durch dschihadistisch motivierten Terrorismus im Allgemeinen hat in den letzten Jahren ein bislang nicht dagewesenes Ausmass angenommen: Zwischen 3'000 und 5'000 Bürger oder Einwohner europäischer Staaten, darunter auch solche aus der Schweiz, haben sich in Syrien und im Irak bewaffneten dschihadistischen Gruppierungen, insbesondere dem Islamischen Staat (IS), angeschlossen. Viele Dschihadisten, die in Syrien und Irak gekämpft haben, sind nach Europa und in die Schweiz zurückgekehrt. Vieles deutet darauf hin, dass die Zahl der Rückkehrenden noch zunehmen wird. Bei einer Rückkehr in die Schweiz gelten diese Menschen als besonders gefährlich, da sie kampferfahren und radikalisiert sind.
Ich mache mir sorgen, und frage die Regierung:
Wie viele Rückkehrer sind im Kanton St.Gallen als solche bekannt?
Werden diese Personen durch die zuständigen Behörden beobachtet?
Wie hoch schätzt die Regierung einen Anschlag (oder die Gefährlichkeit) durch Rückkehrer ein?
Was unternimmt der Kanton, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten?
Sind die gesetzlichen Grundlagen vorhanden, um die Rückkehrer unter Kontrolle zu halten?
Bin gespannt auf die Antwort.
Mo Di Mi Do Fr Sa So
      1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31       
Jascha Müller
jascha@jascha.ch
Social Networks Facebook Twitter Xing